Optische Beobachtungen am Teleskop

 
Wir beobachten am 90-cm-Teleskop der Uni-Sternwarte in Großschwabhausen bei Jena in jeder klaren Nacht. Studierende können im Rahmen von Qualifikationsarbeiten mitbeobachten und Daten aufnehmen. Mögliche Themen sind hier die photometrische Variabilität junger Sterne, die Suche und Beobachtung von Transits von extrasolaren Planeten, sehr tiefe Aufnahmen, um braune Zwerge oder Neutronensterne zu detektieren oder Spektroskopie junger Sterne. Weitere Beobachtungsprojekte sind ebenfalls möglich.

Methodik: Beobachtung und Datenauswertung
Betreuer: Prof. Dr. Ralph Neuhäuser (Tel.: 9 47500) und Dr. Markus Mugrauer (Tel.: 9 47514)


Infrarot-Beobachtungen von sub-stellaren Begleitern

 
Wir nehmen tiefe Aufnahmen mit Adaptiver Optik an Großteleskopen wie dem VLT der ESO auf, um sub-stellare Objekte (braune Zwerge und Planeten) als Begleiter junger Sterne zu studieren. Wir untersuchen deren Entstehung durch Photometrie und Spektroskopie. Man kann an der Datenauswertung teilnehmen.

Methodik: Beobachtung und Datenauswertung
Betreuer: Prof. Ralph Neuhäuser (Tel.: 9 47500), Dr. Markus Mugrauer (Tel.: 9 47514) und Dr. Tobias Schmidt (Tel.: 9 47516)


Instumentierungsentwicklung in der Interferometrie

 
Wir entwickeln neue Geräte für die Europäische Südsternwarte in Chile und andere Großteleskope. Man kann an diesen Entwicklungen im Optiklabor, ersten Tests und weiteren Instrumentierungsentwicklungen (Anwendungen der Photonik in der Astrophysik) teilnehmen. Diese Arbeiten finden in Zusammenarbeit mit Prof. Pertsch und Dr. Minardi am IAP statt.

Methodik: Geräteentwicklung, Optik und Beobachtung
Betreuer: Dr. Stefano Minardi (Tel.: 9 47848) und Prof. Ralph Neuhäuser (Tel.: 9 47500)


Trümmerscheiben in Planetensystemen

 
Im Jahr 2009 wurde Herschel, das grösste Weltraumteleskop aller Zeiten, in seine Umlaufbahn gebracht und liefert mittlerweile erstaunliche Ergebnisse. Ein Schwerpunkt der Herschelmission ist die Beobachtung sog. Trümmerscheiben um Hauptreihensterne. In diesen extrasolaren Asteroiden- oder Kuipergürteln kommt es ständig zu Kollisionen grösserer Objekte, und der dabei produzierte Staub macht die Scheiben sichtbar. Modelle lassen umgekehrt vom beobachteten Staub auf die zugrundeliegende Verteilung von Planetesimalen und den möglichen Einfluss von ansonsten verborgenen Planeten schliessen. Dies erlaubt auch, wertvolle Rückschlüsse auf die Vergangenheit des Systems und die Planetenentstehung zu ziehen. Zur Auswahl stehen mehrere Themen, die von der Verbesserung dynamischer Modelle von Trümmerscheiben über statistische Untersuchungen bis zur Modellierung individueller mit Herschel beobachteter Systeme reichen.

Methodik: Datenauswertung, Simulation und Theorie
Betreuer: Prof. Alexander Krivov (Tel.: 9 47530) und Dr. Torsten Löhne (Tel.: 9 47531)


Messung optischer Festkörpereigenschaften bei hohen Temperaturen

Das Thema ist eng mit einem derzeit im Astrolabor bearbeiteten DFG-geförderten Forschungsprojekt zur Mineralogie des frühen Sonnensystems verbunden. Zur Messung steht eine an das FTIR-Spektrometer angepasste Hochtemperaturzelle zur Verfügung. Es sollen verschiedene Minerale sowohl als Partikelproben als auch als größere Stücke in Reflexion und Transmission bei Temperaturen bis 1000K vermessen und die Veränderung der Spektren untersucht werden.

Methodik: Experiment, Beobachtung
Betreuer: Dr. Harald Mutschke (Tel.: 9 47533)


Junge nahe Neutronensterne

Wir untersuchen junge (Mio Jahre) nahe (innerhalb von wenigen kpc) Neutronensterne durch tiefe optische und Röntgen-Aufnahmen. Wir studieren auch ihre Kinematik, um ihren Herkunftsort (in einer Supernova) und ihr Alter zu bestimmen. Die Projekte stehen im Zusammenhang mit dem DFG-Sonderforschungsbereich zu Gravitationswellen. Wir wollen durch die Beobachtungen die Zustandsgleichung der Neutronensternmaterie einschränken.

Methodik: Datenanalyse mit Relevanz für massereiche Sterne und Neutronensterne
Betreuer: Prof. Ralph Neuhäuser (Tel.: 9 47500) und Dr. Valeri Hambaryan (Tel.: 9 47545)